Digitaler Nachlass -
was Angehörige wirklich brauchen

Im Ernstfall zählt Klarheit mehr als Technik.

Wenn ein geliebter Mensch verstirbt, beginnt für Angehörige nicht nur eine emotionale, sondern oft auch eine organisatorisch belastende Zeit. Neben Beerdigung, Wohnungsauflösung und Behördenwegen rückt ein Thema zunehmend in den Fokus:
der digitale Nachlass.

Doch was bedeutet das eigentlich – und was brauchen Angehörige wirklich, um auf digitale Daten zugreifen zu können?

Was fällt alles unter den digitalen Nachlass?

Zum digitalen Nachlass zählen sämtliche digitalen Spuren, die eine Person hinterlässt. Dazu gehören unter anderem:

• E-Mail-Konten (z. B. Gmail, GMX, Outlook)
• Onlinebanking-Zugänge
• Cloudspeicher (Google Drive, Dropbox, iCloud etc.)
• Social Media Accounts (Facebook, Instagram, X, LinkedIn)
• Verträge bei Online-Diensten (Netflix, Amazon, Spotify)
• Kryptowallets oder digitale Zahlungsmittel (z. B. PayPal)
• Geräte wie Smartphones, Tablets, Notebooks mit Passwortschutz
• Zugangsdaten zu Behördenportalen oder Versicherungen

Was Angehörige wirklich brauchen:
Zugang, Klarheit und Rechtssicherheit

Viele Hinterbliebene stehen vor verschlossenen digitalen Türen. Ohne Passwort, PIN oder gar einer Ahnung, was der Verstorbene überhaupt alles genutzt hat, sind selbst einfachste Schritte (wie das Kündigen von Abos) unmöglich.

Daher sind drei Dinge besonders entscheidend:

1. Eine Übersicht über die wichtigsten digitalen Konten
Angehörige brauchen eine klare Liste – idealerweise zentral gespeichert – mit folgenden Angaben:
• Dienste/Plattformen
• Benutzername oder registrierte E-Mail
• Vermerk: „relevant“ oder „nicht wichtig“
• Speicherort des Passworts (z. B. in einem Tresor oder einem digitalen Safe)

2. Rechtssicherer Zugriff Ohne rechtliche Vollmacht oder Nachweisdokumente verweigern viele Anbieter den Zugriff – selbst Ehepartnern. Wichtig:
• Hinterlegung von Vollmachten oder einem Testament mit Passus zum digitalen Nachlass
• Nutzung einer Plattform wie DigiSafe, die bereits Rechteübergabe im Ernstfall vorbereitet

3. Technische Zugänge
Viele Konten sind durch 2-Faktor-Authentifizierung oder Gerätebindung geschützt. Wenn das Smartphone gesperrt ist oder der Laptop verschlüsselt, hilft auch ein bekanntes Passwort nicht mehr. Deshalb wichtig:
• Gerätepasswörter dokumentieren
• Recovery-Codes sichern
• Notfall-Zugänge hinterlegen

Was rechtlich gilt: Erbe = Datenzugriff?

Grundsätzlich gilt in Österreich und Deutschland: Der digitale Nachlass gehört zur Erbmasse. Das heißt: Wer erbt, darf auch über E-Mails, Konten und Onlineverträge verfügen – theoretisch.

In der Praxis blockieren viele Anbieter den Zugriff ohne:
• Sterbeurkunde
• Nachweis über die Erbberechtigung
• Gerichtliche Entscheidung oder explizite Freigabe durch den Erblasser

Deshalb: Vorsorge zu Lebzeiten ist der einzige Weg, um Angehörigen die Last zu nehmen.

Fazit: Vorsorge ist der größte Dienst an Ihren Liebsten

Wer seine Angehörigen entlasten möchte, sollte sich frühzeitig mit dem Thema digitaler Nachlass beschäftigen. Mit einem zentralen Datensafe, rechtlich klar geregeltem Zugriff und einer gut gepflegten Übersicht schaffen Sie Sicherheit – für sich selbst und für diejenigen, die im Ernstfall handeln müssen.

DigiSafe unterstützt Sie dabei, alle wichtigen Informationen zentral zu verwalten, vertraulich zu sichern und im Notfall automatisiert bereitzustellen. Damit das digitale Erbe kein Hindernis – sondern eine Hilfe – wird.

WhatsApp
Facebook
X
Email